Duale Zustellung

E-Government Flyer Nr. 211

Duale Zustellung bedeutet die Integration von elektronischer Zustellung und herkömmlicher Zustellung per Post unter einer Schnittstelle.

Elektronische Zustellung

Mit der Novelle des Zustellgesetzes sind elektronische Zustellungen behördlicher Stücke mit Zustellnachweis möglich (z.B. RSa).

Zustelldienst

  • Der Adressat meldet sich mit der Bürgerkarte bei einem Zustelldienst für die elektronische Zustellung an - die Behörde hat dann die Möglichkeit elektronisch zuzustellen.

Die elektronische Zustellung bietet für die Behörde ein großes Einsparungspotential bei den Zustellkosten und mehr Komfort für die Bürgerin/den Bürger.

  • Die Abfrage bei welchem Zustelldienst ein bestimmter Adressat registriert ist, erfolgt über eine zentrale Verteilerstelle. Dadurch kann die elektronische Zustellung durch die Behörde unabhängig von einem vorherigen Kontakt mit der Bürgerin/dem Bürger erfolgen und ein Wechsel des Zustelldienstes wirkt sich automatisch auf alle laufenden Verfahren aus.

Duale Zustellung

  • Behörden müssen bei der Zustellung dzt. unterscheiden, ob dem Adressat elektronisch zugestellt werden kann - d.h. ob er bei einem elektronischen Zustelldienst angemeldet ist oder nicht. Dies erfolgt durch die Abfrage beim so genannten „Zustellkopf“.

Die Duale Zustellung erlaubt der Behörde die Zustellung unabhängig von der tatsächlichen Art der Zustellung (elektronisch oder herkömmlich) über einheitliche Schnittstellen abzuwickeln.

  • Die Abwicklung der Zustellung (Aufbereitung, Druck, Kuvertierung, Versand, etc.) kann auf einfache Weise teilweise oder ganz an externe Dienstleister ausgelagert werden. Dadurch entsteht ein zusätzliches Potential für Einsparungen.

"Fire and Forget"

  • Die Fachapplikation in der Behörde generiert das Zustellstück in einem einheitlichen Format, unabhängig davon, ob elektronisch oder konventionell zugestellt wird und übergibt es dem Zustell-Modul.
  • Damit ist die Zustellung für die Fachapplikation - bis auf eventuelle Rückmeldungen über den Zustellerfolg - abgeschlossen.

Die Fachapplikation muss nicht mehr auf die Überprüfung der elektronischen Zustellbarkeit warten.

Zustell-Prozess

  • Das Modul für die Zustellung prüft, ob dem Adressat elektronisch zugestellt werden kann.
  • Ist der Adressat elektronisch erreichbar, wird das Zustellstück dem entsprechenden elektronischen Zustelldienst übermittelt.
  • Ist der Adressat nicht elektronisch erreichbar, wird das Zustellstück an einen internen oder externen Dienst zum Aufbereiten, Druck und Versand übergeben.
  • Das Zustellprotokoll bietet Möglichkeiten, die konkrete Art der Aufbereitung, des Drucks und des Versands für jedes einzelne oder für eine bestimmte Klasse von Zustellstücken zu spezifizieren.

Flexibilität

  • Die duale Zustellung setzt kein bestimmtes Prozessmodell voraus. Vielmehr wurde beim Design der Schnittstellen und Protokolle darauf Wert gelegt, dass sich verschiedenste Szenarien damit realisieren lassen.
  • So kann auf vorhandene In-House-Lösungen zurückgegriffen werden oder es können beliebige externe Dienstleister eingebunden werden.
  • Externe Dienstleister können z.B. bei konventioneller Zustellung auch die Retouren-Bearbeitung übernehmen oder den Zustellerfolg über das Zustell-Protokoll elektronisch an den Absender zurückmelden.

Verbreitung

  • Durch die Realisierung der Dualen-Zustellung in der Behörde erhöht sich das Angebot an Verfahren, die komplett elektronisch abgewickelt werden können.
  • Dadurch steigt der Anreiz für die Bürgerin/den Bürger, sich bei einem Zustelldienst für die elektronische Zustellung zu registrieren.
  • Je mehr Bürgerinnen/Bürger elektronisch adressiert werden können, umso größer werden die Einsparungsmöglichkeiten bei den Zustellkosten.

Zustelldienst Einstellungen

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